Die ‚Adern der Stadt‘ auf Kurs 2017

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Als der Verein im Netzmuseum vor fünf Jahren den Aufbau des Museumsbetriebs übernahm, gab es praktisch eine ‚grüne Wiese‘, was die Konzeption für die Museumsarbeit betrifft. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung am 22.Februar 2017, im Museum am Hastedter Osterdeich 239, wurde deutlich, wie viel die fast ausschließlich von Ruheständlern getragene Vereinsarbeit mittlerweile erreicht und vorzuzeigen hat. 62 Mitglieder zählte die Gemeinschaft zum Jahreswechsel. Regelmäßig sind etwa 20 von ihnen in den Museumsräumlichkeiten bei der Arbeit anzutreffen. Mittlerweile ist die Archivierung, im Sinne einer Erfassung und Katalogisierung weiter fortgeschritten.

Schwerpunkt ist jetzt die Aufarbeitung der Inhalte und die Nutzung derselben für den laufenden Betrieb des Museums. Vernetzung ist auch für die Förderung der Museumsarbeit extrem wichtig, dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit den anderen kleinen Museen in Bremen und mit dem Stadtteil Hemelingen, betonte Rolf Hannet (Vorsitzender) in seinem Ausblick auf das begonnene Jahr.

Das vergangene Jahr hat der Verein organisatorisch und finanziell gut über die Runden gebracht, wie die Schatzmeisterin Rita Schwab und die beiden Kassenprüfer belegen konnten. Dass die Außengestaltung des Museums hinter der eigentlichen Zeitplanung her hinkt ist zwar bedauerlich, hängt aber überwiegend mit der fehlenden Umsetzbarkeit einiger Gestaltungsentwürfe zusammen. Daran wird in diesem Jahr gearbeitet. Für 2017 stehen auch wieder einige Aktivitäten an, die für alle Vereinsmitglieder geplant sind: Kohlfahrt (März 2017), Sommer-Grillfest (Juli 2017) und Jubiläumskaffee (November 2017) sind gesetzt. Außerdem beteiligt sich der Verein am 25. März auch an der Aktion ‚Bremen räumt auf‘.

Neu ist das Museumskonzept, das Hans Trageser auf Basis eines Leitfadens des Deutschen Museumsbundes für die ‚Adern der Stadt‘ erarbeitet hat. Dies stellte er im Rahmen der Jahreshauptversammlung vor und rief zur weiteren Mitarbeit daran auf. Mit diesem formalen Rahmen verfügt der Verein jetzt über die folgenden Grundlagen:

1. Museumskonzept: Hier wird das Leitbild des Museums, seine institutionelle und finanzielle Basis (die Satzung des Vereins) und die Aufgabenverteilung auf das mitarbeitende Personal beschrieben.

2. Sammlungskonzept: Das Sammlungskonzept gibt einen Überblick, zu welchen Themen das Museum Objekte sammelt.

3. Dokumentationsrichtlinie: Dies soll ein konkretes Handwerkszeug für die ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums sein, um die Kernaufgabe der Dokumentation der Sammlungen des Museums erledigen zu können.

4. Vermittlungskonzept: Ob ein Museum funktioniert oder nicht, lässt sich an den Besucherzahlen ablesen. Ob Besucher kommen und wieder kommen, hängt maßgeblich mit der Qualität der Exponate, aber ganz wesentlich auch von der begleitenden Vermittlung der Inhalte zu den Exponaten ab. Wann Führungen angebracht sind, bei denen viel Hintergrundwissen transportiert werden kann und wann Filme zum Einsatz kommen, um Chronologien und Zusammenhänge zu erläutern, ist ebenso zu entscheiden, wie der Einsatz von interaktiven Elementen. Dieser Teil der Konzeption muss ständig überprüft und den Besucheransprüchen angepasst werden.

„Wir freuen uns auch weiterhin auf jeden Kollegen, der diese Arbeit unterstützen mag, vor allem auf die, die in den Ruhestand gegangen sind, und mit ihrer Erfahrung zum Gelingen des Museumsbetriebs beitragen können“. sagte Rolf Hannet abschließend. So sollen zukünftig alle Ruheständler, einige Monate nach ihrem Ausscheiden, Informationen über die Möglichkeit der Mitarbeit im Museum über das Personalwesen der swb zugeschickt bekommen. Die ständige Ergänzung des Teams ist wichtig, da aus naheliegenden Gründen (fortschreitendes Alter) auch Abgänge zu erwarten sind. Besonders wichtig aber ist, das durch neue Mitarbeiter auch neue Erfahrungen und Kompetenz die Museumsarbeit bereichern. Also, Interessenten bitte melden!

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